Gold – Schweizer Taschenmesser der Geldanlage Teil 1

Gold – Schweizer Taschenmesser der Geldanlage Teil 1

Leonhard Mörtl, geschäftsführender Gesellschafter der Platinum Invest GmbH, erläutert aus seiner Sicht die vielseitige Funktionalität von Gold als Geldanlage. Dieser Beitrag ist aufgrund seiner Länge in 2 Teile aufgeteilt.

Viele Geldanlagen sind Spezialisten. Sie können eine Sache besonders gut – und funktionieren genau so lange, wie die Rahmenbedingungen passen.

Gold betrachten wir bei Platinum Invest bewusst anders. Nicht als Wette. Nicht als Renditeversprechen. Sondern als vielseitigen Baustein in einer langfristigen Vermögensstruktur. Für uns ist es vielmehr wie ein „Schweizer Taschenmesser“: nicht perfekt für alles – aber in erstaunlich vielen Situationen nützlich.

Funktion 1: Einfachheit

Komplexität bremst, Einfachheit bewegt – auch beim Vermögensaufbau.

Nicht das Geld ist die größte Hürde beim Investieren – sondern der Start.

Fragen wie „Ist jetzt der richtige Zeitpunkt?“ oder „Wie viel ist sinnvoll?“
führen oft dazu, dass man jahrelang gar nichts macht…. und sich dabei auch noch schlecht fühlt.

Ich halte da einfache Strukturen wie einen Goldsparplan für entscheidend. Nicht, weil sie perfekt sind – sondern weil sie problemlos rasch umgesetzt werden können und wenig Arbeit machen.
Komplexe Lösungen sehen auf dem Papier gut aus. Aber Komplexität bremst.
Einfache Lösungen funktionieren im echten Leben. Denn Einfachheit bewegt.

Und wir alle wissen: Zeit ist der wichtigste Faktor beim Investieren.

Funktion 2: Disziplin

Bruchteilsparen: Regelmäßigkeit schlägt Bauchgefühl, Struktur schlägt Timing beim langfristigen Vermögensaufbau

Zumindest meine Erfahrung ist: Langfristiger Vermögensaufbau scheitert selten am Wissen. Er scheitert viel öfter an Emotionen.
Oft zögern wir, wenn es sinnvoll wäre zu handeln. Und handeln, wenn es sich gerade „gut anfühlt“.
Genau deshalb schätze ich Strukturen wie einen Goldsparplan, die Entscheidungen vereinfachen. Hier ersetzen Regelmäßigkeit und Disziplin das Bauchgefühl.

Der große Vorteil ist: Der Cost-Average-Effekt arbeitet dabei für uns langfristig im Hintergrund und schafft auf diese menschliche Art solide Sachwerte – ganz ohne Stress und ohne dauernde Bauchentscheidungen.
Disziplin beim Vermögensaufbau entsteht für mich eben nicht durch immer neue Willenskraft, sondern einfach durch gute Systeme. Das macht es uns leicht, diszipliniert zu sein und ein glänzendes Ergebnis sicher im Blick zu halten. So wird dauerndes „Timing“ der Entscheidungen unnötig, und wir gewinnen Zeit für das eigentliche Leben.

Denn wie heißt es so schön: „Hin und her macht Taschen leer“.

Funktion 3: Flexibilität

Das Leben ist nicht linear und Lebensläufe sind selten gerade.

Lebensläufe sind selten geradlinig. Jobwechsel, Familienphasen, Teilzeit, Pausen, neue Lebensziele – all das gehört zur Realität. Viele Finanzprodukte scheitern nicht an der Rendite, sondern am Alltag. Sie sind zu starr für echte Lebensläufe.

Ich finde: Gute Geldanlagen müssen sich anpassen lassen, ohne dass man alles infrage stellen oder auflösen muss. Flexibilität ist für mich kein Komfortmerkmal – sondern Voraussetzung.

Starre Anlagen kündigen und in andere starre Anlagen wechseln ist bei Gold nicht nötig. Denn die Rechnung beim Goldsparen ist einfach:
Bruchteilsparen ohne Einzahlungsverpflichtung in der Ansparphase
+ Einmalanlagen
+ Teilentnahmen problemlos möglich
+ keine Kündigungsfristen
+ frei wählbarer Auszahlplan
= goldene Flexibilität

Funktion 4: Stabilität

Gold ist nicht spektakulär, aber es bringt Stabilität in jedes Portfolio.

Gold ist für mich kein Rendite-Booster und genau das ist der Punkt. Es soll nicht überraschen. Es soll ausgleichen, stabilisieren und sicher liegen.

Wenn Märkte schwanken und Unsicherheit zunimmt, schätze ich Vermögensbestandteile, die nicht jeden Tag neue Emotionen erzeugen sondern jede Form von Anleger-Panik weit weghalten. Nicht spektakulär. Genau deshalb wertvoll für den ruhigen Schlaf – als sicherer Anker im Vermögen.

Aber: ein Anker sollte immer zu seinem Schiff passen. Genau wie der Gold-Anteil zum Portfolio.

Also auch hier: nicht übertreiben und eine langfristige Anlage nicht mit „zocken“ verwechseln.

Im 2. Teil der Reihe [Gold – Das „Schweizer Taschenmesser“ der Geldanlage] gehe ich auf 4 weitere Funktionen näher ein.